Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Marktgemeinde,
„Veränderung ist das Gesetz des Lebens. Und wer nur auf die Vergangenheit oder die Gegenwart achtet, verpasst mit Sicherheit die Zukunft.“ Mit diesen eindringlichen Worten verwies John F. Kennedy am 25. Juni 1963 im Plenarsaal der Paulskirche in Frankfurt am Main auf die Wichtigkeit, sich an eine wandelnde Weltordnung anzupassen und auch nach über 60 Jahren sind es für uns abermals neue Entwicklungen und Herausforderungen mit denen umzugehen, wir immer wieder aufs Neue lernen müssen.
Eine große Hürde, gerade für viele Ältere, bereitet uns diese permanent immer schneller wachsende Entwicklung. Globalisierung, Digitalisierung und Spezialisierung noch verbunden mit entsprechendem Leistungsdruck führen zu immer kürzeren Halbwertszeiten von Trends, Nachrichten und Technologien, teils in Geschwindigkeiten die es fast unmöglich machen immer allen konsequent zu folgen.
Aber noch um einiges größer erscheinen die Auswirkungen der globalen Veränderungen. Immer neue Krisen, Pandemien, Kriege verbunden mit Verteidigungsstrategien, der Klimawandel, dessen Auswirkungen mittlerweile deutlich spürbar sind und natürlich auch die angeschlagene Wirtschaft schüren die Zukunftsängste gerade unserer jungen Menschen.
So sehr wir uns das auch wünschen, aber auf die meisten der oben genannten Entwicklungen haben wir nur einen geringen, teils aber auch gar keinen Einfluss. Was also bleibt, ist uns immer wieder an neue Gegebenheiten und Entwicklungen anzupassen und gerade in einer global immer fragiler werdenden Umgebung ist es wichtig vor allem die kleineren Bausteine des Zusammenlebens als sichere Konstante zu erhalten, zu pflegen und nach Möglichkeit auszubauen. Das betrifft natürlich in erster Linie die Familie, den Freundeskreis aber nicht zuletzt auch unsere kleine Kommune. Ein Miteinander, ein gegenseitiges Helfen und Unterstützen ein füreinander da sein oder einfach einmal als Rückzugsort um wieder Kraft zu tanken, dass alles wird zur Voraussetzung damit wir alle gemeinsam, gut aufgestellt die zukünftigen Herausforderungen unserer Zeit meistern werden.
So gewaltig die Aufgaben auch sind die vor uns liegen, so begrenzt sind leider auch die finanziellen Mittel welche uns zur Verfügung stehen. Doch abzuwarten und den Kopf in den Sand zu stecken bringt uns keinen Schritt vorwärts, und so bediene ich mich abermals der Worte von JFK „All das wird nicht in den ersten 100 Tagen fertig sein. Es wird auch nicht in den ersten 1000 Tagen fertig sein, noch in der Amtszeit dieser Regierung und vielleicht nicht einmal in unserem Leben auf diesem Planeten. Aber lasst uns anfangen.“
Ihr/Euer Erster Bürgermeister
Michael Kaiser
